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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Wohin mit dem Euro?

11. Juni 2012 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Unsere Welten - unsere Probleme

Meine Blog-Freundin Katharina ist strikt gegen den Euro und für die Wiedereinführung der DM. Damit ist sie nicht alleine, über die Hälfte aller Deutschen sind offenbar derselben Meinung (und 66% dagegen, Spanien zu helfen). Katharina hat ein paar gute Argumente gesammelt. Besonders lesenswert der Welt-Artikel. Hier: http://tanneneck.over-blog.de/article-zuruck-zur-dm-106723905.html

 

Das Einzige, was den Euro längerfristig retten kann ist die Fiskalunion. Die EU scheint die gemeinsame Politik von Wirtschaft und Währung voran zu treiben (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-hilfen-fuer-spanien-a-837980.html), doch das möchte ich erst mal sehn, dass die einzelnen Länder ihre Hoheit abgeben. Broder hat dazu was Gescheites gesagt (http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article106444084/Europas-Groessenwahn-fuehrt-zu-seinem-Untergang.html). Und generell geht es darum, dass wir alle, aber auch alle in allen Industrie-Ländern, unseren Lebensstandart zurückfahren. Das müssen wir, sonst geht nicht nur die EU pleite. Musste mal gesagt werden.

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Katharina vom Tanneneck 06/14/2012 01:10


Danke für die Verlinkung! 


Ich würde auch für den Euro sein, wenn sie nicht alle Verträge gebrochen hätten. Es war einmal ein schöner Gedanke, das vereinigte Europa aber was haben die Politiker daraus gemacht? Nichts
Gutes! Glaubst Du, andere Länder werden dadurch reicher wenn Europa verarmt? Ich glaube es nicht! Im Gegenteil, wir werden arme Länder in Afrika oder einem anderen Kontinent nicht mehr
unterstützen können. Allein um Italien, Spanien, Griechenland und vielleicht sogar Frankreich zu retten, werden wir selbst in die Pleite geführt.


Was sagst Du eigentlich dazu, dass deutsche Politiker geschworen haben ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die
Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, die Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann auszuüben? Ist das dann nicht ein Meineid? 


Es hat noch nie funktioniert, Länder zu vereinigen, ohne das Volk mitzunehmen. Alle derartigen Gebilde sind gescheitert. Und sogar Krieg droht. Das kann doch niemand wollen? Außer ein paar
Politiker, die in die Geschichte eingehen wollen. Sie werden es aber sicher anders als sie gedacht haben.


Ja, jetzt stehe ich dazu, ich will die DM zurück! Und das am liebsten sofort!


Einen schönen Donnerstag und liebe Grüße aus dem Norden!


Katharina






R.Einloft 06/14/2012 10:26



Liebe Katharina, danke für den ausführlichen Kommentar!
Ich hänge immer noch an der Idee Europa weil ich es liebe, frei herum zu reisen und fast überall mit dem selben Geld zahlen zu können. Zugegeben, das ist ein egoistischer Grund. Und das die
Deutsche Wirtschaft so boomt, ist dem Export geschuldet. Und der ging im letzten Jahr mit 65% in europäische Länder. Ich gebe dir recht, das ist zweischneidig, wird heufig durch Kredite abgedeckt
und bezahlt. Momentan geht es aber genau deshalb den meisten Menschen in Deutschland gut. Das, da hast du wiederum recht, kann sich ändern wenn die wirtschaftspoltische Homogenisierung nicht
gelingt. So wie es ist, dass jedes Land selbst seine Wirtschaftspolitik bestimmt und im Notfall unter den Rettungsschirm schlüpft, der über Steuergelder finanziert wird, so kann es nicht gehen.
Und genau das ist der Knackpunkt, genau da haben die Gründer des Gebildes feige gehandelt nach dem Motto: es wird schon irgendwie gehen. Doch es geht nicht. Wir sehen es. Das einzige was uns
unterscheidet ist, dass ich noch Hoffnung habe. Zwanghaft dran glauben will. 


Richtig, die wenigsten Menschen in Europa wurden gefragt, ob sie die Vereinigung wollen. Es hat in einigen Ländern eine Abstimmung darüber gegeben, bei uns nicht. Und wiederum gebe ich dir recht,
man muss die Menschen mitnehmen. Das ist der nächste Knackpunkt an dem Gebilde.


Ich seh noch einen weiteren. Dauernd wird gesagt, die Wirtschaft in allen Ländern muss wachsen. Und tut es nicht. Wohin denn wachsen? Die Regale sind voll. Wir sind, denke ich, an Grenzen
angelangt und müssten umsteuern auf Wachstum in nachhaltigen Bereichen und Schrumpfung beim Konsum.


Das mit dem "die ganze Kraft dem Wohle...", au weia. Politiker sind Leute, die sich selbst viel vormachen. An das Thema will ich gar nicht ran. Merkel, hab ich neulich von einem Kabarettisten
gehört, kann gar nicht wissen was sie will, weil sie vorher erst bei Ackermann nachfragen muss. Da ist was dran.


So, jetzt aber genug. Sonst versau ich mir den Tag. Mir scheint, wir tanzen auf dem Vulkan. So lange es gut geht geht es gut.


Auch dir einen schönen Tag. Mit besten Grüßen aus dem traurigen Tal (grau und regnerisch)


RE