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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Zwischenspiel mit Häkan Nesser

25. September 2012 , Geschrieben von R.Einloft Veröffentlicht in #Von einem der auszog: Asien

Dienstag, 25. September 2012 -. Grau-nieselig im Tal, 10 Grad
Dhaka 30 Grad, Sonne wechselt mit Regen,

Noch immer keine Nachricht von der Visa-Front. Wie gedacht, die lassen sich Zeit da in Bangladesch. Nun ja,wir beschäftigen uns. Doch jedes Telefonklingeln elektrisiert.

Seit Tagen kämpfe ich mich durch Häkan Nesser: Die Fliege und die Ewigkeit. Bisher war der immer sehr spannend und originell. Aber dies hier ist ein dröges Buch. Anscheinend sollen Philosophie mit dem Genre des Krimis verbunden werden. Heraus kommt Langeweile. Bis jetzt ist es weder ein Krimi (obwohl irgendwann in der Vergangenheit ein Mord geschah) noch ein Fachbuch, aus dem man was lernen kann. Oder soll ich mir den Kant jetzt aus Kriminalromanen destillieren? Der kommt natürlich auch vor, ganze Vorlesungen und Aufzählungen von Philosophie-Kapazitäten mit ihren Ansätzen kommen vor. Ein paar kenne ich, die meisten nicht. Wie tief steckt der Autor in der Materie? „Sie haben Bradleys Abgriff auf Rozensteins Paradigmenbegriff gelesen. Nun, trägt er oder nicht?“ Das macht was her, aber erklärt wird nichts. Oberflächliches Brimbramborium, ein bekannter Trick, um intellektuelle Tiefe vor zu täuschen. Man nennt Namen und Begriffe, hat möglichst noch eine Zeile auswendig gelernt aber dann kommt Luft. Nee, ich sach mal, Nässer, bleib bei deinen Leisten. (Jetzt, zum Schluss hin, wird‘s auch noch ne Liebesgeschichte, au weia).

Ansonsten Englisch pauken mit http://www.babbel.com. Ist gut, sagt M, sie muss es wissen und ist doppelt so weit wie ich. Heute zwei Stunden nur Wiederholen (da ist so ein intelligenter Manager drin, der schleift ein was man sich nicht merken kann). Doch mit der neuen Lektion komm ich kaum weiter. Was es da alles für Spezialbegriffe gibt beim Business Englisch, das geht auf keine Kuhhaut. Reden die in Bangladesch auch so? Vielleicht spricht da ja einer Spanisch. Deutsch will ich gar nicht verlangen. Aber gemach mein Freund, noch sind wir ja nicht da. Und so bleibt Zeit, die grauen Zellen zu trainieren. Auch was Gutes. 

Heute Nachmittag fahren wir nach Marburg. M‘s Brille muss nachgearbeitet werden. Und dann gehen wir in‘s Kino. Basta!

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