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Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte

Camino Portugues III

8. September 2017 , Geschrieben von REinloft

Freitag, den 8.9.2017



Nachtrag: den ganzen Weg von Porto rauf Strandkultur wie in Rio. Nur die Bikinis sind keine Fio Dental (Zahnseide). M sagt, ich werde wieder wach. Sind ja auch schön, die Frauen. Menschen: dem Pärchen war ich unterwegs begegnet. Sie setzen sich an meinen Tisch und kamen von der Mosel. Im Frühling waren sie den Französischen Weg gepilgert, zum Training den nach Trier und weil es so schön war, jetzt den Portugiesischen. Er ist Rettungssanitäter (ein Lehrberuf!) und sie Krankenschwester. Das gemeinsame Abendessen war angenehm. Gaby überholte ich auf den letzten Kilometern. Wir gingen zusammen zum Zeltplatz, ihr langsamer Gang tat mir gut (die letzten Kilometer, hab ich erfahren, tun immer weh,- egal wie weit man gelaufen ist). Die Hütte aus Sperrholz war durchlässig wie ein Zelt. Nachts empfindlich kalt. Den Holländer traf ich unterwegs. Er wollte noch 15 Km weiter, da könnte ich gerade noch. Dies war sein 3. Jakobsweg. Und dann sprang er davon mit seinen blanken Waden.
Heute Morgen kalt. Wind weg. Nebel über dem Meer. Die Sonne kommt raus. 9:00 Uhr. Unterwegs nach Vila do Conte. Der Nerv fängt an zu nerven.
Santiago, sagt der alte Mann, ist noch weit! Ruh Dich oft aus, das ist besser für die Beine.

Den eigenen Rhythmus finden, auch wenn sie mich überholen und genügsam sein. Das ist zu lernen.



Vila Cha, ein schönes Fischerdörfer, (hatte Hanne schon erzählt), Strände, Dünen, Holzstege,



Kreuz ich nun von Vila do Conde aus ins Landesinnere auf den zentralen Weg, bleib ich auf dem Küstenweg - das sind Entscheidungen!

Die Karawanken, sie wanken und sie schwanken. Ich auch. Irgendwas ist mit der Aufhängung meiner Beine nicht in Ordnung. Bleibe auf dem Küstenweg. Auf dem Zentralweg, sagen die Experten, kriegt man das richtige Pilgerfeeling mit 30 anderen im gemeinsamen Schlafsaal der Herbergen. Bin lieber mit meinem Pilgerfeeling allein.

Der Ratschlag war, Povoa de Varzim zu umfahren (Povoa is one of Portugals most popular seaside resorts). Doch den Bus, der da angegeben war, gibt es nicht. Und der Bus, den das Informationszentrum nannte, kam nicht. Da wurds mir zu bunt und ich nahm ein Taxi. Über Fa~o (die Tilde gehört übers a), Esposende nach Marinhas gelaufen. Und dann war sie voll, die Herberge. Und es war 1/2 7:00. Sie haben mich weiter gereicht, in ein Hotel im Landesinnere. Keinem Schritt könnte ich mehr. Heute ist mein Taxitag. Hauptsache ein Bett und nach dem Duschen wurd alles besser. Jetzt ist es 8:00, Wäsche waschen, fein machen, essen gehen. Das freut mich!!!

Schlanke, elegante Portugiesen Hand in Hand mit ihren Frauen, junge Portugiesinnen, braun gebrannt, schwarzhaarig flanieren hüftschwingend vorbei, andere füllen Kaffees und Parkbänke und reden, reden, reden. Auch die korpulenten neigen zu sexy Kleidern.







Esposende. Der Bus kommt. Auf der anderen Seite sitzen die älteren Herrschaften im Kaffee. Eine Der Damen schreit Hey und der Fahrer wartet brav, bis sie die Straße überquerten und einstiegen. Der Wind ist wieder aufgefrischt. Das freut die Surfer an ihren halbrunden Segeln, sie steigen weit auf.



Morgen, sagt der Taxifahrer, soll es regnen und kalt werden.

Camino Portugues III
Camino Portugues III

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