Reisen&Radtouren

Thursday, 26. january 2012 4 26 /01 /Jan. /2012 10:57

Per Autostopp rund um die WeltVor Jahren habe ich von Tiziano Terzani „Fliegen ohne Flügel“ gelesen. Terzani berichtete für den Spiegel und andere Zeitungen exklusiv aus Asien. Ein Jahr lang hatte er sich vorgenommen, ohne Flugzeug auszukommen, für einen Reporter damals ein undenkbarer Vorhaben. Er aber hat die Leute und Orte noch näher gesehen, konnte noch intensiver über sie schreiben. Jetzt habe ich einen Blog gefunden, dessen Autor sich vorgenommen hat, von der Schweiz nach Papua […]
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Friday, 5. february 2010 5 05 /02 /Feb. /2010 17:23


Wieder zurück. Mit Wehmut im Herzen. Das graue, nebelige, nasskalte Wetter lässt die Sonne besonders stark vermissen. Abgeflogen sind wir am Montag Abend um 8.00 in Lima. Dienstag um 14.00 waren wir schon in Madrid, kurz vor 4.00 war Weiterflug und um 8.30 Uhr Abends standen Hanne und Jörg strahlend da und holten uns ab. Eine Stunde hat der Flieger über Frankfurt gekreist, wegen Schnee oder Nebel, was aber sind schon 1 Std. spätere Ankunft bei einer Strecke von 12 000 Km! Nicht nur gute […]
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Sunday, 31. january 2010 7 31 /01 /Jan. /2010 02:40


Seit 1 Wo zurück aus Cusco. Um 6.00 Uhr am Flugplatz Regen. Der Indio-Fahrer sieht anscheinend auch mit beschlagener Scheibe, nicht 1x wischt er, Heizung und Gebläse sind aus, mit dem Gesicht über dem Steuerrad umfährt er tatsächlich jedes Schlagloch. Lächelnd setzt er uns ab, kommen Sie bald wieder. Bei der Personenkontrolle nehmen sie M das letzte Stückchen Metall ab, eine kleine Pinzette, die hatte nun genug Flugjahre auf dem Buckel und kann jetzt im Hochlandrosten. Das Wetter klärt […]
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Friday, 29. january 2010 5 29 /01 /Jan. /2010 17:01


Ich bin baff. Dachte immer, die Incas hätten eine lange Zeit die Geschichte Lateinamerikas geprägt. Pustekuchen. Das ganze, große Incareich hat gerade mal so 60 Jahre gewährt. Alles zerstören, was zu zerstören ist, alles verbrennen, was zu verbrennen ist und alle umbringen, die dem Inca-Glauben anhängen, hatte der spanische Vice-König in Lima angeordnet. Nichts sollte bleiben von der fremden Kultur, alles spanisch werden. Doch so sehr sie sich anstrengten, sie schafften es nicht, alle […]
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Thursday, 28. january 2010 4 28 /01 /Jan. /2010 17:26


Im Konvent Sto. Domingo hat man 1950 nach einem Erdbeben festgestellt, dass ein Großteil der Mauern aus der Incazeit stammt und nur mit Putz und Wandmalereien verfremdet und dem Katholizismus einverleibt wurde. Die Incas bauten keine geraden senkrechten Mauern und Fenster sondern leicht trapezförmig, nach oben enger werdend, was den Gebäuden mehr Stabilität bei den häufigen Erdbeben verlieh. Die Kathedrale, mit deren Konstruktion 1560 begonnen wurde, ist ein Prachtbau kolonialen Barocks mit […]
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Wednesday, 27. january 2010 3 27 /01 /Jan. /2010 19:33


Ist die Sonne weg, wird es empfindlich kalt, ist sie da, knallt sie. Kein Wunder, wir sind auf 3400 m Höhe, in Cusco, der alten Inca Stadt. Schön rausgeputzt erinnert sie uns von ferne an Cuenca in Ecuador. Beeindruckend, vor den riesigen Blöcken der von den Incas gebauten Grundmauern zu stehen, auf denen die Spanier ihre Gebäude errichteten. Wie haben die Incas solch tonnenschweren Monolithen bewegt (der größte wiegt 70 Tonnen) und wie bearbeitet, dass kein Blatt Papier dazwischen passt? […]
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Tuesday, 26. january 2010 2 26 /01 /Jan. /2010 19:02


(Bild aus Wikipedia weils so schön ist) (M) In der Hast des Aufbruchs haben wir in Cusco das Ladegerät für die Kamera vergessen, also wird es keine Fotos mit uns vor den Inca-Ruinen geben. Ich glaube, es gibt auf der Welt genug Fotos von Machu Picchu und wahrscheinlich bessere, als wir machen können. Am Morgen gießt es wie aus Kübeln, wir schleichen in unseren Plastik-Ponchos Marke Müllsack unter den vorstehenden Dächern zur Bushaltestelle und werden durch dichten triefenden Nebelwald über […]
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Monday, 25. january 2010 1 25 /01 /Jan. /2010 22:57


Was für ein Tag! Vor 4.00 Uhr morgens aufgestanden, um 5.00 am Flughafen, 6.00 ab, 7.00 an Cusco, herrlicher Flug über schneebedeckte Andengipfel, schockschwere Atemnot erwartet uns, wir sind auf 3400 m Höhe gelandet, leicht im Gehirn, Pudding in den Beinen. Die Kinder halten sich vorzüglich trotz früher Zeit und Flugangst bei Jan. Ich fliege nur mit, hat er gesagt, wenn ich neben Opi sitzen darf. Meine Gelegenheit, versuche, mit Erklärungen zum Fliegen ihn abzubringen vom Denken. Ein Taxi […]
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Wednesday, 20. january 2010 3 20 /01 /Jan. /2010 08:33

Fallende Blätter schweben an unserem Fenster vorbei in den kleinen Park hinterm Haus. Es wird Herbst. Eigentlich ist es noch Hochsommer, sagt Frank. Gestern von Pucusana zurück. Wir wohnen in seinem Haus unterm Dach juchhe, überm Bett eine Klingel, die Herrschaften können uns jederzeit erreichen. Aus der Wand kommt Wasser, sogar warmes! Ich geb es zu, ist komfortabel. Es scheint mir eine ehrbare, zukunftsgerichtete Übung, den Wasserverbrauch reduzieren zu können. Nicht lange mehr wird es […]
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Monday, 18. january 2010 1 18 /01 /Jan. /2010 18:31

Das Wasser aus der Leitung ist zurück. Bin ein wenig traurig, war stolz auf unsere Genügsamkeit. Ist natürlich schön, wenn der beißende Uringeruch nachlässt. Die 3 Klos kräftig gespült, sagt M, es ist ein eigenartig auffallendes Geräusch, die Spülung zu hören. Wir werden uns schnell daran gewöhnen, Komfort ist einfach. Später: So ganz ausgereift scheint die Herrlichkeit noch nicht. Die Pumpe liebt es, ihren Geist aufzugeben, muss mit Vorsicht behandelt werden. Noch später: die Herrlichkeit […]
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Sunday, 17. january 2010 7 17 /01 /Jan. /2010 18:26

12.1. (M erzählt) Ich sitze im Bett und sehe auf den Hafen unter mir und die Hunderte Seevögel. Pelikane fliegen in Formation, Luftlinie etwa 10 m am Fenster vorbei, Unmengen von kleinen und großen Möwen, weiß, grau, schwarz sitzen oder kreisen oder stürzen sich ins Wasser, schreien, keckern, zetern. Ganz nah auf der Rückseite unserer Insel sind Vogelfelsen, auf denen sie sich alle sammeln und brüten. Jetzt steigt mir kräftiger Kaffeeduft in die Nase - wie schön! R war schon im Meer […]
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Friday, 15. january 2010 5 15 /01 /Jan. /2010 16:50

Eine Stunde gen Süden von Lima aus liegt das kleine Fischerdorf mit der vorgelagerten Wüsteninsel, getrennt vom Festland durch einen schmalen Kanal. Wie ein Halbmond umschließen Insel und Strand die Bucht, macht sie zu einem natürlichen Hafen. Frank hat einen der Bungalows am Hang gemietet (weil es ihm so gefallen hat per Handzettel von Haus zu Haus gesucht). Der Blick auf den kleinen Privatstrandes, das Dorf, die Wüste auf der anderen Seite des Hafens ist schön, besonders Nachts. Hier soll […]
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Thursday, 14. january 2010 4 14 /01 /Jan. /2010 17:05

Surreal die Fahrt, rechterhand der Pazifik aus dem die Wüstenberge wie hohe Sanddünen aufsteigen, braun und unbelebt sich im Landesinneren verlieren, durchschnitten von der Straße, an deren Abhängen ab und an Siedlungen aus bunten Häuschen wie Pappkartons mit dunklen Fensterhöhlen kleben, eintönig, grau, Meilen um Meilen. All das erinnert mich an die Atacama-Wüste im Norden Chiles, an die zwei Jahre Antofagasta, an Sand, Steine, Hügel, endlos, trostlos, bis an die Hänge der Anden sich […]
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Monday, 11. january 2010 1 11 /01 /Jan. /2010 01:18

6 Std lang war M 1 Jahr jünger als ihre Zwillingsschwester. Jetzt aber gratulieren wir. Heute Nacht nicht mehr geschafft, bis Mitternacht zu warten, obwohl der liebe Frank Sekt kalt gestellt hatte. Liebe Emails sind schon angekommen und eine rote Stoffblume samt Duftkerze verschönt das Hotelzimmer. In das Geschenk von Hanne schreibt sie fleißig rein. Ach, hat sie gesagt, ich danke dir für meine Lieblingsfreundin. Was die so alles Schönes findet. Gestern zum Einkaufen im Wong. Von wegen […]
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Friday, 8. january 2010 5 08 /01 /Jan. /2010 23:19

Es regnet fast nie in Lima, sagt Frank. Jetzt regnet es leicht nieselig, eine mittlere Katastrophe. Die Angestellten im Hotel laufen in Gummistiefeln rum und versuchen verzweifelt, die unbekannte Nässe auf den Böden zu beseitigen. Auf den Terrassen über dem Meer gehen sie mit Staubsaugern dem bisschen Regen zu Leibe. Er ist Gesprächsthema Nr. 1: stell dir vor, sagt die Frau, heute Morgen hatte ich tatsächlich eine Pfütze vor dem Haus. Angenehm die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Frank […]
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