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    <title><![CDATA[Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte (Andere Welten, andere Probleme)]]></title>
    <link>http://www.andere-welten.net/categorie-10748404.html</link>
    <description>Zuletzt veröffentliche Artikel in der Kategorie &quot;Andere Welten, andere Probleme&quot; des Blogs &quot;Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte&quot;</description>

        <language>de</language>
    
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        <title><![CDATA[Andere-Welten oder: Von Einem der auszog aus seinem Dorf und neue Welten kennen lernte (Andere Welten, andere Probleme)]]></title>
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    <pubDate>Wed, 15 Feb 2012 11:07:48 +0100</pubDate>    <lastBuildDate>Wed, 15 Feb 2012 11:07:48 +0100</lastBuildDate>    <generator>De.over-blog.com RSS 2.0 Engine</generator>    <copyright>Copyright 2012 www.andere-welten.net</copyright>            <category>Andere Welten, andere Probleme</category>    <docs>http://www.rssboard.org/rss-specification/</docs>                        
      <item>
        <title><![CDATA[Ist unser Leben wirklich so schlimm?]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-33588133.html</link>        <description><![CDATA[<span style="font-size: 12pt;">(Ausgeliehen von Inge de Marco in Facebook)<br>
  <br>
  <b>Ist unser Leben wirklich so schlimm?</b><br>
  <br>
  Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf reduzieren könnte und dabei die Proportionen aller auf der Erde lebenden Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf folgendermaßen
  zusammengesetzt:<br>
  <br>
  57 Asiaten<br>
  21 Europäer<br>
  14 Amerikaner (Nord-,Zentral- und Südamerikaner)<br>
  8 Afrikaner<br>
  <br>
  Es gäbe:<br>
  52 Frauen und 48 Männer<br>
  30 Weiße und 70 nicht Weiße<br>
  30 Christen und 70 nicht Christen<br>
  89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle<br>
  <br>
  6 Personen besäßen 59% des gesamten Reichtums<br>
  und alle 6 kämen aus den USA,<br>
  80 lebten in maroden Häusern,<br>
  70 wären Analphabeten,<br>
  <br>
  50 würden an Unterernährung leiden,<br>
  1 wäre dabei zu sterben,<br>
  1 wäre dabei geboren zu werden.<br>
  1 besäße einen Computer,<br>
  1 (ja, nur einer) hätte einen Universitätsabschluss.<br>
  <br>
  Wenn man die Welt auf diese Weise betrachtet, wird das Bedürfnis nach Akzeptanz und Verständnis offensichtlich.<br>
  <br>
  Du solltest auch folgendes bedenken:<br>
  <br>
  Wenn Du heute morgen aufgestanden bist und eher gesund als krank warst, hast Du einen besseres Los gezogen als die Millionen Menschen, die die nächste Woche nicht mehr erleben werden.<br>
  <br>
  Wenn Du nie die Erfahrung von Krieg oder Kriegsbedrohung, Folterqualen oder Hungersnot gemacht hast, dann bist Du glücklicher als 500 Millionen Menschen in der ganzen Welt.<br>
  <br>
  Wenn Du Deine Religion ausüben kannst, ohne Terroristen, Haft, Folter oder Tod befürchten zu müssen, dann bist Du glücklicher als 3 Milliarden Menschen.<br>
  <br>
  Wenn Du Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf und einen Platz zum Schlafen hast, bist du reicher als 75% der Menschen dieser Erde.<br>
  <br>
  Wenn Du Geld auf der Bank, in Deinem Portemonnaie und im Sparschwein hast, gehörst Du zu den privilegiertesten 8% dieser Welt.<br>
  <br>
  Wenn Deine Eltern noch leben und immer noch verheiratet sind, bist Du schon wahrscheinlich eine Rarität.<br>
  <br>
  Und wenn Du diese Botschaft lesen kannst, bist Du besser dran als 2 Milliarden unserer Mitmenschen, die nicht lesen können.<br>
  <br>
  Und nun der Schluss<br>
  <br>
  <br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; * arbeite, als bräuchtest Du kein Geld.<br>
  <br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; * liebe, als habe Dir nie jemand etwas zu leid getan.<br>
  <br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; * tanze, als ob niemand Dich beobachte.<br>
  <br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; * singe, als ob niemand Dir zuhöre.<br>
  <br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; * lebe, als sei das Paradies auf Erden.</span>]]></description>
        <pubDate>Thu, 09 Jul 2009 09:49:00 +0200</pubDate>        <guid isPermaLink="false">b2ab48b93b6856bd4016e42a02373ead</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-33588133-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[Esskulturen]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-32953259.html</link>        <description><![CDATA[<p>
    Es war der Flug von Rio de Janeiro nach Tokio, voller Japaner, Geschäftsleute, Brasilianer japanischer Abstammung - in Sao Paulo leben 1 Million von ihnen - Touristen. Ich war einer der wenigen
    nicht Japaner, wollte nur bis Lima, dem ersten Stopp und kam mir fremd vor. Auf jedem Platz lagen Stäbchen neben dem Besteck, im interkontinental-Flug war Fleisch vorgeschrieben. Bisher hatte ich
    immer Japaner und Chinesen ob ihrer Stäbchenkunst bewundert, mit welcher Leichtigkeit sie mit zwei dünnen Hölzchen Esskunst zelebrierten. Und stellte staunend fest, welche Kunst, durch langes
    Training in der Kindheit erlernt, im Handhaben von Messer und Gabel stecken. Sie schnitten sich fast die Backe auf beim Versuch, Besteck zu nutzen. Spießten, die Gabel mit der Faust umklammert,
    mitten in das Fleisch, säbelten, das Messer in der anderen Faust, an den Ecken herum und bekamen nichts ab, Messer und Gabel wanden sich vor Scham. Keiner, nicht einer den ich beobachten konnte,
    schaffte es wirklich elegant. Einige gaben auf, nahmen das Fleisch zwischen die Stäbchen und knabberten die Ecken ab. Seitdem bewundere ich zwei Esskulturen. Elegant mir Messer und Gabel zu essen
    ist auch eine Kunst.
  </p>]]></description>
        <pubDate>Tue, 23 Jun 2009 11:47:00 +0200</pubDate>        <guid isPermaLink="false">34380a693e3d9e2806af2ae5e0ca3d70</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-32953259-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[Hunger und Elend nehmen zu]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-32952513.html</link>        <description><![CDATA[<p>
    Keiner schaut hin und das <b>Elend</b> nimmt zu. Ich meine hier in der Welt, nicht in <b>Deutschland</b>. Wir leben auf einer <b>Pyramide</b>, unten die Elenden mit weniger als 1$ US am Tag),
    drüber die Armen (die haben gerade mal 2$/Tag) und wir sind die, Stufen darüber, die im Überfluss leben. Die Weltwirtschaftskrise hat die Einkommen zusätzlich reduziert und Armut vergrößert.
    Gestern, Sonntag war Weltflüchtlingstag (und kaum einer bemerkte ihn). Die UN-Agrarorganisation FAO gab bekannt, dass die Zahl der Hungernden auf der Welt erstmals die Marke von einer
    <b>Milliarde</b> überschritten habe: 1,020 Milliarden Menschen haben regelmäßig nicht genug zu essen, gegenüber 915 Millionen vor einem Jahr. Davor hatte es zwölf Jahre gedauert, bis die Zahl um
    100 Millionen gewachsen war.
  </p>
  <p>
    Hauptgrund für zunehmenden Hunger sind die massiven <b>Preissteigerungen</b> für Lebensmittel 2007 und in der ersten Hälfte des Jahres 2008. Dann folgte ein <b>Preisverfall</b> für Agrarprodukte
    infolge der globalen <b>Finanzkrise</b> ab Herbst 2008, die viele Bauern in den Ruin getrieben hat. Die Menschen in den unterentwickelten Ländern aber haben davon nicht viel: "Während
    Lebensmittelpreise auf den Weltmärkten in den letzten Monaten gesunken sind, gehen die Verkaufspreise in Entwicklungsländern langsamer zurück", warnt jetzt die FAO.
  </p>
  <p>
    Preisentwicklung im Kongo als Bsp: ein Packen Maniokblätter, für die Ärmsten das einzige erschwingliche Gemüse, kostete 2001 0,43 US-Dollar, Anfang 2009 aber 1,74; der Preis für 100 Kilogramm
    Bohnen sank zwischen 2001 und 2005 von 36 auf 20 Dollar, liegt aber heute bei 60 Dollar. Holzkohle, die Energiequelle der Bevölkerungsmehrheit, ist heute mehr als viermal so teuer wie vor acht
    Jahren.
  </p>
  <p>
    Das alles ist weit weg, ja. Aber die Konflikte nehmen zu. Eines Tages werden sie uns erreichen. Die weltweiten Hunger und Elendsprobleme sind nicht nur eine Frage der Humanität. Eines Tages
    werden sie uns erreichen, die Konflikte. Wer hindert die Menschen ewig daran, sich das Essen dort zu holen, wo es ist? 1 Miliarde!
  </p>
  <p>
    &nbsp;
  </p>
  <p>
    Neueste Spiegel Info vom Tage: Die <b>Wirtschaftskrise</b> trifft die Entwicklungsländer mit voller Kraft. In den ärmeren Ländern wird die Wirtschaft nach einer Prognose der Weltbank 2009 kaum
    noch wachsen. Die Folgen: mehr Arbeitslosigkeit und mehr Armut - auch die Aussichten für 2010 bleiben schlecht.
  </p>
  <p>
    <br>
    Mehr Informationen z.B. hier: <a href="http://taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/krieg-und-armut-ein-teufelskreis/">http://taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/krieg-und-armut-ein-teufelskreis/</a>
  </p>
  <p>
    <a href="http://taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/krieg-und-armut-ein-teufelskreis/">http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631683,00.html#ref=rss<br></a>
  </p>
  <p>
    &nbsp;
  </p>]]></description>
        <pubDate>Mon, 22 Jun 2009 11:23:00 +0200</pubDate>        <guid isPermaLink="false">8dc24ac89dbad9fcde922577873eb064</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-32952513-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[Andere Welten-andere Zeiten]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-32793320.html</link>        <description><![CDATA[<p>
    Im Radio: Im Verkehrsverbund FFM dürfen Bahne und Busse nur 10 Min Verspätung haben, im Verbund Kassel sogar nur 5. Dann kann man auf der Internetseite reklamieren, bekommt einen Voucher, muss
    zum Verbundbüro und kriegt sein Geld zurück.
  </p>
  <p>
    Noch immer fällt es schwer, zurückzukommen in die Welt der strikten Zeitvorgabe, hatten wir doch den lässigen Umgang mit der privaten Zeit schätzen gelernt, das wohlige Bauchgefühl, nie zu spät
    zu sein, immer war es richtig, aus 24 Std.&nbsp; Zeitkontigent am Tag frei schöpfen zu können, Würde mit Langsamkeit zu verbinden und Eile durch Weile zu ersetzen.
  </p>
  <p>
    In Chile war sie mir zuerst begegnet, die neue Zeitvorstellung. Eingeladen abends um 8.00 stand ich pünktlich vor der Tür und brachte den Gastgeber arg in Verlegenheit. Er saß in der Badewanne,
    sie hatte die Lockenwickler im Haar und das Kochen wartete. Das wurde erst begonnen, wenn die Gäste frühestens 1 Std später kamen. M setzt bis heute die Kartoffeln und den Reis erst auf, wenn
    alle da sind. In Rio kam ein Teilnehmer eines Tagesseminars bei meinem Abschlussstatement unbefangen herein und erbat hinterher die Ergebnisse. Veranstaltungen in Afrika und Lateinamerika
    beginnen erst, wenn eine bestimmte Anzahl von Teilnehmer anwesend ist. In Tansania gibt es in Swahili ein Synonym für Europäer und schwindelig. Zwei Afrikaner sitzen unter einem Baum, reden,
    schweigen, schauen. Gegenüber wohnt ein Kisungu, erscheint vor der Tür, läuft um die Ecke, eilt zurück ins Haus, ist im ersten Stock zu sehen, im zweiten, macht Fenster auf und zu, macht dies,
    macht jenes. Die Afrikaner blinzeln verwundert, Kisungu sungu sagen sie, Europäer, schwindelig. Manchmal sind sie pünktlich, immer dann, wenn sie meinen, uns damit glücklich zu machen.
  </p>
  <p>
    <br>
    Anke, M´s Freundin in Bogota, kam nach Deutschland zurück. Anfangs ging sie zum Bahnhof und wartete auf den nächsten Zug zum Zielort. Das war ein Fortschritt gegenüber Kolumbien, denn Züge kamen
    häufig und gewiss und der Bahnhof war voller interessanter Menschen. Der Zug von Antofagasta nach Bolivien fuhr einmal die Woche Nachmittags um 16.16 Uhr. Ob diese Uhrzeit ein Versehen war oder
    nur den vagen Begriff der Zeit andeuten sollte, habe ich nie herausgefunden. Der Zug fuhr, wenn der Lockführer kam und die Leute eingestiegen waren. Genau so in Tansania. Zwischen zwei und drei
    Tagen brauchte die Bahn von Dar es Salaam bis Kigoma am Tanganjikasee. Jede Haltestelle war Markt, Treffpunkt, Ruhe vom anstrengenden Fahren. Irgendwann war das Ende da. Es war ein Abenteuer in
    Gelassenheit.
  </p>
  <p>
    Zeitangaben sind nicht absolut, eher Orientierungshilfen, interpretierbar nach Bedarf. Von Mtwara, an der tansanischen Grenze zu Mosambik gelegen, hatten wir den Rückflug nach Dar es Salaam
    gebucht und einen Tag vorher bestätigt. Wie angegeben kamen wir 1/2 Std vor Abflug an, kein Flugzeug zu sehen, keine Menschen. Ja, sagte uns ein einsamer Angestellter, das Flugzeug ist weg, war
    schon voll.&nbsp;
  </p>
  <p>
    <br>
    Die Ursachen der verschiedenen Zeitauffassungen habe ich in einer Definition gelesen: "Weltliche Zeitauffassung wird im allgemeinen in lineares und zyklisches Zeitverständnis unterschieden. Die
    lineare Zeitvorstellung beschreibt die Zeit als einen fortschreitenden Strom, der irgendwo seinen Anfangspunkt hat und sich kontinuierlich auf seinen Endpunkt zugbewegt. In der zyklischen
    Vorstellung der Zeit geht es dagegen um die ständige Wiederkehr von Ereignissen".
  </p>
  <p>
    Lineare Zeitauffassungen haben den Vorteil, effizienter zu sein. Nicht umsonst sind daraus unsere hochtechnisierten Wirtschaftseinheiten und Wohlstandsgesellschaften entstanden. Die zyklische
    Zeitvorstellung erbringt weniger Stress.
  </p>
  <p>
    <br>
    Wir sehen Zeit als knappes Gut an, als Geldwert. Deshalb müssen wir hetzen von einem Termin zum nächsten. Habe ich aber, um auf den Anfang zurück zu kommen, wirklich Zeit gewonnen mit dem ganzen
    Prozedere, um 2,80 € für 10 Minuten Busverspätung zurück zu kriegen? Zeit gewonnen wäre, so denke ich, ruhig auf den Bus zu warten und die Umgebung wahr zu nehmen. Ungefähr da fängt
    Lebensqualität an.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;
  </p>]]></description>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2009 09:10:00 +0200</pubDate>        <guid isPermaLink="false">b391600ff25f371107af212f07509b8e</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-32793320-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[China, eine Erfolgsgeschichte]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-31321468.html</link>        <description><![CDATA[Einleitung: Die Zusammenschnitte Indien und China habe ich gemacht weil Lukas das Thema "Wohlstandsvergleich" der beiden Länder für seine Präsentation gekriegt hat. Ich habe viel gelernt dabei, war
  ich doch bis Dato nur allgemein informiert besonders über China. Dachte ich doch immer, ganz gut was die wirtschaftlich machen, aber die Landbevölkerung und die Unterschicht in den Städten, die
  leben in extremer Armut. Nicht ganz gefehlt ist doch am Ziel vorbei.<br>
  Für mich ist immer noch das Wichtigste die Verteilung der Einkommen. Die ist in den EL teilweise krass daneben (allerdings auch in den USA und der Schweiz). China hat es geschafft, langsam und
  recht gleichmäßig die Einkommen der Mehrheit zu steigern und gleichzeitig durch konzentrierte Maßnahmen der Armutsbekämpfung den Anteil der Armen von 50 auf 8 (mittlerweile wieder 10%) zu senken.
  Dagegen ist Indien Katastrophal unsozial (aber demokratisch).<br>
  <br>
  Langsam kommen mir wieder Zweifel an dem erhabenen Demokratieexport als Paradigma unserer westlichen Entwicklungspolitik. Hand in Hand mit mit der Forderung nach mehr Demokratie werden neoliberale
  Wirtschaftsvorstellungen aufoktroyiert, Sozialleistungen abgebaut, Staatsausgaben gekürzt, Schlüsselministerien und staatliche Betriebe privatisiert etc pp. Ich kenne kein Land, in dem das gewirkt
  hat. Im Gegenteil kenne ich nur Länder, in denen die Armut gestiegen ist. China scheint sozial verpflichtend zu handeln. Und planvoll. Und ist hoch erfolgreich. Kümmert einen chinesischen
  Wanderarbeiter wirklich die Frage nach mehr Demokratie? Eher nach ausreichend Essen. Ich bin wieder mal unsicher geworden ob Demokratie oder planvolles, sozial verpflichtendes Handeln für
  Entwicklungsländer besser ist (allerdings muss ich zugeben, wo gibt es denn diese sozialverpflichtete Führungsschicht, da liegt die Krux wahrscheinlich). Die Vorteile der Demokratie in EL liegt in
  der Kontrolle der Regierung. In Tansania war mir klar, dass es die Gewaltenteilung sein muss, die zählt, nicht die Parteien a mass. Auch Einparteiensysteme haben ihre Vorteile, wenn die interne
  Diskussion gewährleistet ist.]]></description>
        <pubDate>Tue, 12 May 2009 13:00:00 +0200</pubDate>        <guid isPermaLink="false">4033479c3c80fca73fbeade025c10779</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-31321468-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[China: die Fakten der Erfolgsgeschichte]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-31322113.html</link>        <description><![CDATA[<p>
    China
  </p>
  <p>
    Staatsform
  </p>
  <p>
    Volksrepublik
  </p>
  <p>
    Fläche
  </p>
  <p>
    9.571.302 (4.) km²
  </p>
  <p>
    Einwohnerzahl
  </p>
  <p>
    1,330 Mrd. (Juli 2008)
  </p>
  <p>
    Bevölkerungsdichte
  </p>
  <p>
    137,6 Einwohner pro km²
  </p>
  <p>
    BIP (2007)
  </p>
  <p>
    Total:&nbsp; $6.991 Mrd. (4.)
  </p>
  <p>
    Total Nominal: $3.250 Mrd. (106.)
  </p>
  <p>
    BIP / Einw. Nominal (aktuelle Marktpreise):&nbsp; $2.461 (100.)
  </p>
  <p>
    HDI: 0,777 (81.)
  </p>
  <p>
    <br>
    China ist ein autoritärer Staat unter der Führung der Kommunistischen Partei Chi-nas (KPCh). Praktisch herrscht ein Einparteiensystem und das sozialistische Wirt-schafts- und Staatssystem ist in
    der Verfassung der Volksrepublik China verankert.
  </p>
  <p>
    <br>
    Wirtschaftsentwicklung
  </p>
  <p>
    1978, einige Jahre nach Ende der Kulturrevolution und nach dem Tod von Mao Ze-dong fing die Öffnung der chinesischen Planwirtschaft an. Der chinesische Weg der Transformation ist durch Reformen
    der kleinen Schritte, massive staatliche Eingriffe in Märkte, Schaffung von marktwirtschaftlichen Inseln und eine späte Privatisierung von Staatsunternehmen gekennzeichnet. Er passt in keiner
    Weise in das Bild einer Entwicklung nach neoliberalem Muster und der Schockstrategien, die die Weltbank und der WWF Entwicklungsländern verordnet. Aber China war höchst erfolgreich! Im
    Unterschied zur Schockstrategie der Länder des ehemaligen sowjetischen Blocks verfolgte China ein langsames Herauswachsen aus der Planwirtschaft. Dabei wurde eine Doppelstrategie verfolgt: a) die
    Reform der Staatsunternehmen und b) die Bildung neuer Unternehmen. Reformen im Bereich industrieller Produktion wurden nicht gleichzeitig in allen Teilen Chinas durchgeführt. Vielmehr blieben die
    Reformschritte zunächst schwerpunktmäßig auf die Küstenprovinzen beschränkt, die bewusst als Vorreiter einer umfassenderen Reform dienen sollten. In den Küstenprovinzen wurden
    Sonderwirtschaftszonen geschaffen, die weitergehende Deregulierungen und administrative Freiheiten anboten. Als erfolgreich erachtete Reformschritte wurden dann von Sonderwirtschaftszonen auf die
    Gesamtökonomie übertragen. Sonderwirtschaftszonen hatten auch den Zweck, Auslandschinesen und
  </p>
  <p>
    Ausländer zu Direktinvestitionen in China zu bewegen.
  </p>
  <p>
    <br>
    Erfolgsbilanz.
  </p>
  <p>
    Mit Zuwachsraten über 10% in den letzten 5 Jahren hat China eine enorme Wachstumsdynamik. China ist inzwischen die viertgrößte Volkswirtschaft und drittgrößte Handelsnation der Welt. Trotz eines
    durchschnittlichen Pro-Kopf-Inlandsprodukts von über 2.500 Dollar bleibt es jedoch das größte Schwellenland wirtschaftlicher Entwicklung. Für 2009 wird erwartet, dass China Deutschland als
    Exportweltmeister ablöst. China musste keine Transformationskrise hinnehmen. Ganz im Gegenteil, es konnte bis heute eine Phase der Prosperität mit hohen Wachstumsraten und steigendem
    Lebensstandard durchlaufen. Die Entwicklung ist auch durch einen kräftigen Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens gekennzeichnet, so dass China im Unterschied zu vielen anderen Entwicklungsländern
    während der vergangenen Jahrzehnte das Wohlfahrtsgefälle zu den westlichen Industrieländern abbauen konnte.
  </p>
  <p>
    <br>
    Probleme
  </p>
  <p>
    China steht unverändert vor gewaltigen Aufgaben: 800 Mio. Menschen leben auf dem Lande, von denen noch über die Hälfte in ihrer wirtschaftlichen Existenz von der Landwirtschaft abhängt. Rund 43%
    der Beschäftigten sind in der Landwirt-schaft tätig, 32% im Dienstleistungsbereich und gut 25% in der Industrie. Die Landwirtschaft trägt aber nur noch 12 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.
    Ihr Anteil sinkt, während die Anteile von Industrie (49%) und Dienstleistungen (39%) langfristig steigen. Das Hauptziel der chinesischen Wirtschaftspolitik bleibt die Wahrung der sozialen
    Stabilität. Dies ist aufgrund des Wohlstandsgefälles in der chinesischen Gesellschaft schwierig, die eingesetzten Maßnahmen aber erscheinen erfolgreich, bauen Wohlstandsgefälle ab. Der
    Gini-Koeffizient als Maßzahl der Ein-kommensverteilung von zur Zeit 0,496 ist noch immer hoch, übersteigt aber mittlerweile den der USA (je näher der Gini-Koeffizient an 1 ist, desto größer ist
    die Ungleichheit der Einkommensverteilung). Die ländliche Bevölkerung sowie West-, Nordost- und Zentralchina kann bisher nur begrenzt am Wachstum teilhaben. Auch in den prosperierenden
    Küstenprovinzen klafft die Wohlstandsschere ausein-ander.
  </p>
  <p>
    <br>
    Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise 2008 führten zu einem steilen Fall des BSP. Jetzt zieht in China die Konjunktur wieder an. War das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2008 um lediglich
    ein bis zwei Prozent gewachsen, wuchs es im ersten Quartal 2009 dagegen wieder um beachtliche fünf Prozent.
  </p>
  <p>
    <br>
    Einkommensverteilung und Anzahl der Armen in China
  </p>
  <p>
    Nach einer Untersuchung Ende 2001 machen die Angehörigen der Ober- und Mittelschicht inzwischen ca. 30 Prozent der Gesamtbevölkerung von 1,3 Mrd. Menschen aus. Die ländlichen Einkommen machen im
    Schnitt nur ca. 40 Prozent der städtischen aus, dazu kommen aber noch weitere Benachteiligungen durch mangelnden Zugang zum Bildungssystem, Gesundheitssystem, Altersversorgung. Ein großes Problem
    sind die über 100 Millionen Wanderarbeiter vom Land, die sich außerhalb der Legalität und damit ohne Schutzanspruch in den Metropolen verdingen, und die neue Armut in den Städten. Nach amtlichen
    Angaben lag die Arbeitslosigkeit in den Städten im Jahr 2007 bei 4% bzw. 14 Millionen. Unabhängige Schätzungen gehen von einem wesentlich höheren Wert aus. Die Asiatische Ent-wicklungsbank
    schätzt die städtische Arbeitslosigkeit auf über 8,5%, die im ländlichen Raum auf 30%.
  </p>
  <p>
    <br>
    Entwicklung der extremen Armut
  </p>
  <p>
    China ist nach wie vor ein Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt. Nach dem Menschenrechtsbericht der UN mussten im Jahr 2007 35% der Chinesen mit einem Einkommen (bei
    Kaufkraftparität zu Europa) von weniger als 2 US Dollar pro Tag auskommen und 10% der Chinesen mit einem Einkommen von weniger als einem US Dollar pro Tag. 300 Millionen Chinesen aus den
    ländlichen Regionen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das ist noch immer ein betrübliche Bilanz. Historisch betrachtet steckt dahinter auch ein Erfolg. Bereits im Jahr 2005 lebten in
    der Volksrepublik China&nbsp; über 600 Millionen Menschen weniger in extremer Armut als noch im Jahr 1981. Das bedeutet, zwischen 1981 und 2001 sank der Anteil der unter dem Existenzminimum
    lebenden Bevölkerung von 53 Prozent auf 8 Prozent. Seit Anfang der 1980er hat es in China, trotz seiner hohen Bevölkerungsrate und seinen klimatisch kritischen Gebieten, keine Hungersnöte mehr
    gegeben. Als die Reformen begannen, wurde noch durch politische Vorgaben, die noch auf der „Kulturrevolution“ basierten, eine große Armut in der Bevölkerung geradezu provoziert. Allein durch die
    Aufhebung von Anordnungen wie der Kollektivierung der Landwirtschaft wurde in den Jahren von 1981 bis 1987 der Anteil der Bevölkerung in extremer Armut auf ein Drittel gesenkt. Zwischen 1987 und
    2001 war es möglich, den Anteil der unter dem Existenzminimum lebenden Bevölkerung, mit einigen Rückschlägen, noch einmal zu halbieren.
  </p>
  <p>
    <br>
    Der Erfolg dieser Armutsbekämpfung war jedoch nicht gleichmäßig. Die erste Hälfte dieses Erfolges wurde bereits in der ersten Hälfte der 1980er Jahre erreicht. Das weitere Zurückgehen der Armut
    war nicht mehr kontinuierlich, sondern es gab Rückschläge, besonders im Jahr 1989 und im Jahr 2000.
  </p>
  <p>
    Auffallend ist der Anstieg der Armut im Jahr 1989. Es lebte damals fast ein Viertel der Chinesen unter dem Existenzminimum. Dies war ein Hauptgrund für die Unruhen in Peking in diesem Jahr, die
    mit dem Tian'anmen-Massaker endeten. Diese durch Preisfreigaben erzeugte neue Armut konnte nur langsam wieder abgebaut werden.
  </p>
  <p>
    <br>
    Ausblick/Pläne
  </p>
  <p>
    Langjährige inhaltliche Weichenstellungen durch letzten Parteitag
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Paradigmenwechsel vom quantitativen Wachstumsmodell zur wirtschaftlichen, sozialen und ökologisch nachhaltigen Entwicklung
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bis 2010 sollen insgesamt 20% weniger Energieverbrauch realisiert werden.
  </p>
  <p>
    (In 2006 konnten jedoch nur 1,23% des Energiekonsums eingespart werden.
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fokus auf soziale Aspekte
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ebenso hat sich die Partei das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2020 ein flächendeckendes, die Grundversorgung sicherndes Sozialsystem für alle Menschen, insbesondere in den
    ländlichen Gebieten, aufzubauen.
  </p>
  <p>
    <br>
    Basis dieses Konzepts&nbsp;
  </p>
  <p>
    Ist das mehrstufige Entwicklungsmodell für China.
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; I Stufe: Deckung grundlegender Lebensbedürfnisse der Bevölkerung
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; II Stufe: bis zum Jahr 2000 das BIP von 1990 verdoppelt und eine „Gesell-schaft mit bescheidenem Wohlstand“ schaffen. (16. Parteitag 2002 hat zumindest im Hinblick auf das BIP
    Vollzug gemeldet, durchgängig bescheidener Wohlstand nicht erreicht).
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; III Stufe: bis 2020 Vervierfachung des BIP pro Kopf auf der Basis des Jahres 2000 und "bescheidener Wohlstand" für alle Teile der Bevölkerung.
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bis 2050 soll der Anschluss an die führenden Industrienationen erreicht sein.
  </p>
  <p>
    <br>
    Demokratie als „geordnete Partizipation“ (soll)
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ziel: „sozialistische Demokratie“ ausweiten
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; keine westlichen Demokratiemodelle kopieren, sondern eigenes politisches System weiterentwickeln.
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jeder chinesische Bürger ausnahmslos gleich vor dem Gesetz.
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Um demokratische Entscheidungsfindung zu gewährleisten, solle die politische Beteiligung der Bürger auf allen Ebenen ausgebaut und die Transparenz der Entscheidungsprozesse
    erhöht werden
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Zahl der Nichtparteimitglieder in wichtigen politischen Entscheidungsfunktionen solle steigen.
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Zusammenarbeit mit den acht anderen, in einer Volksfront unter der Führung der KPC zusammengefassten demokratischen Parteien, solle ver-stärkt werden
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Förderung parteiinterner Demokratie an der Basis in Verbindung mit mehr direkten Wahlen auf unterster Ortsebene.
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Über Dorfwahlen und insgesamt mehr Partizipationsmöglichkeiten in den ländlichen Gebieten soll nicht zuletzt der Druck auf die Lokalregierungen er-höht werden, der Korruption
    entgegenzuwirken.
  </p>
  <p>
    -&nbsp;&nbsp;&nbsp; Überwachungsinstrumente gegen Korruption verstärken.
  </p>
  <p>
    <br>
    Probleme
  </p>
  <p>
    werden deutlich durch Unruhen und Proteste. Sogar der Staatspräsident und Ge-neralsekretär der Partei Hu Jintao gestand auf dem letzten Parteitag offen ein, dass es zwischen der Arbeit der Partei
    und den Erwartungen der Menschen noch erhebliche Differenzen gäbe. So hat die zunehmende öffentliche Kritik an den ho-hen Gesundheitsausgaben und eine Reihe von Krankenhausskandalen das
    Gesundheitsministerium unter starken Handlungsdruck gesetzt und neue Planziele zu flächendeckenden Reformen erreicht. Ebenso ist China noch meilenweit weg von ihren eigenen Vorgaben zu
    umweltverträglicher Nutzung der Ressourcen. Vor einigen Monaten musste Chinas Umweltbehörde sogar offen eingestehen, dass die hohe Umweltverschmutzung zunehmend Unruhen und Massenproteste
    auslöst. Korruption ist ein Dauerproblem in einer niedrig bezahlten Bürokratie. Doch die Chinesen tun was. Laut der Obersten Volksstaatsanwaltschaft sind im Zeitraum von 2003 bis 2006 über 67.000
    Staatsbedienstete für Korruption und Bestechung bestraft worden. Sogar hohe Staatsbeamte werden mittlerweile nicht mehr verschont. Ob die Maßnahmen genügen, steht in den Sternen. Der auch
    mittlerweile internen Kritik, die Macht der KPC sei zu groß und zu konzentriert, es seien keine „checks and balances“ durch zivile Kräfte erlaubt, kann nur zugestimmt werden aus demokratischer
    Sicht.
  </p>
  <p>
    Allerdings ist die Erfolgsgeschichte Chinas offenbar nur möglich gewesen durch konzentrierte planvolle, langfristige und vorsichtige Veränderungen im Wirtschafts- und Sozialgefüge.
  </p>
  <p>
    Was mich am meisten fasziniert ist der Ansatz, die Armut gezielt und mit Erfolg zu bekämpfen. Eine Einkommensverteilung besser als die USA zu erreichen ist nach meiner Meinung ein enormer
    Fortschritt in einem noch zum größten Teil unterentwickelten Land. China erreicht eine wachsende Verteilungsgerechtigkeit, zwar auf niederem Niveau, aber neoliberale Schocktherapien in den
    Ländern der 3. Welt erreichen bis heute gerade das Gegenteil. Das müsste zu denken geben.
  </p>
  <p>
    <br>
    Quellen: IPG, FES, AA, Wikipedia, eigene
  </p>
  <p>
    &nbsp;
  </p>
  <p>
    &nbsp;
  </p>]]></description>
        <pubDate>Tue, 12 May 2009 12:57:00 +0200</pubDate>        <guid isPermaLink="false">4da40ab6f86788794789095d6283e4c8</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-31322113-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[Indien: Wirtschaftswachstum & Armut]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-31176418.html</link>        <description><![CDATA[<b>Indien:</b><br>
  Staatsform<br>
  Parlamentarische Bundesrepublik<br>
  Fläche<br>
  3.287.590 km²<br>
  Einwohnerzahl<br>
  1.147.995.898<br>
  (Juli 2008)<br>
  Bevölkerungsdichte<br>
  349 Einwohner pro km²<br>
  BIP<br>
  1.100 Mrd. US$ (2007) (Rang 12)<br>
  BIP/Einwohner<br>
  941 US$ (2007) (Rang 132)<br>
  HDI<br>
  0,619 (128.)<br>
  <br>
  Gemäß der Verfassung von 1950 ist Indien eine parlamentarische Demokratie. Indien ist, nach der Zahl der Bürger, die größte Demokratie der Erde. Das indische Parlament ist die gesetzgebende Gewalt
  und besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus (Lok Sabha) und dem Oberhaus (Rajya Sabha). Das Unterhaus wird auf fünf Jahre nach dem Prinzip des Mehrheitswahlrechtes gewählt. Wahlberechtigt ist jeder
  Staatsbürger, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Das Oberhaus ist die Vertretung der Bundesstaaten auf nationaler Ebene. Seine Mitglieder werden von den Parlamenten der Staaten gewählt.<br>
  700 Mio Wähler gehen z.Z. zur Wahl (April 2009), die Prozedur dauert 3 Wochen, mit dem Endergebnis ist zu rechnen in ½ Jahr<br>
  <br>
  Wirtschaftswachstum<br>
  Seit einigen Jahren werden Indiens Wirtschaft glänzende Aussichten zugeschrieben. Mit 9 % Wachstum im abgelaufenen Haushaltsjahr 2007/8 (durchschnittlich 8,8% in den letzten 5 Jahren) war Indien
  die nach China weltweit am stärksten expandierende Volkswirtschaft. Aber die Die Wachstumsdynamik lässt nach.<br>
  Als die Wirtschaftszahlen für das 2. Quartal 2008 bekannt gegeben wurden, musste Indiens Regierung einräumen, dass das Wirtschaftswachstum an Fahrt verloren hatte:<br>
  Die Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP) hatte sich von<br>
  9,2 Prozent im 2. Quartal 2007 auf<br>
  7,9 Prozent im 2. Quartal 2008 verlangsamt.<br>
  Nach Sektoren betrachtet, ging das Wachstum in der<br>
  Landwirtschaft um ein Drittel von 4,4 auf 3,0 Prozent und in der<br>
  Verarbeitenden Industrie um die Hälfte von 10,9 auf 5,6 Prozent zurück.<br>
  Besonders schlimm erwischte es die Kapitalgüterindustrie, die Maschinen und Anlagen für die übrigen Wirtschaftsbereiche liefert und daher ein wichtiger Gradmesser für die künftige Entwicklung in
  der Industrie und im Infrastrukturbereich ist. Hier verringerte sich das Wachstum von 19,1 Prozent im 2. Quartal 2007 auf 6,5 Prozent im 2. Quartal 2008. Lediglich im<br>
  Dienstleistungssektor wurde im 2. Quartal mit 11,2 Prozent gegenüber 13,1 Prozent im Vorjahr noch ein&nbsp;beachtliches, wenn auch rückläufiges, Wachstum erzielt.<br>
  <br>
  Wachstumsmotor war in Indien – anders als in China – lange Zeit nicht die Industrie, sondern die&nbsp; Dienstleistungswirtschaft. Aus diesen Grund wird China als die zukünftige Werkbank der Welt
  bezeichnet, während Indien die intellektuelle Führung übernehmen werde.<br>
  <br>
  Trotz des in den letzten Jahren deutlich hohen Wachstums liegt die offizielle Arbeitslosenquote aber noch bei 9&nbsp;Prozent – wobei mit einer erheblichen Zahl von Arbeitslosen zu rechnen ist, die
  von der Statistik nicht erfasst werden. Die Teilprivatisierung und Restrukturierung der öffentlichen Betriebe und die bisher wenig erfolgreiche Landreform haben die Arbeitslosenzahlen weiter
  ansteigen lassen. Die neu entstandenen Arbeitsplätze in den wenig arbeitsintensiven, dafür hochqualifizierten Dienstleistungssektoren, wo 54 Prozent des gesamten Wachstums generiert werden, konnten
  das nicht kompensieren<br>
  <br>
  Der weltweit zu beobachtende Wandel der Wirtschaftsstruktur von der Landwirtschaft zur Industrie und zum Dienstleistungssektor vollzieht sich auch in Indien, das aber im internationalen Vergleich,
  zum Beispiel mit China, immer noch sehr stark agrarisch geprägt ist. 60&nbsp;Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft erwerbstätig. Die ländliche Bevölkerung bildet gleichzeitig den
  ärmsten Teil der Bevölkerung. Vom Aufschwung der Wirtschaft profitiert bisher vorwiegend die Bevölkerung der Städte, wo sich eine kaufkräftige Mittelschicht oft hochqualifizierter Fachkräfte
  bildete. Dies birgt sozialen Konfliktstoff.<br>
  <br>
  Die Gier der Mittelschicht nach westlichen Konsumgütern hat das traditionelle Mitgiftsystem derartig ausufern lassen, dass Familien mit mehreren Töchtern von den Schwiegersohnfamilien regelmäßig in
  den Ruin getrieben werden. In Folge dessen ist die bereits eklatante Sterberate von Mädchen und Frauen durch Fötus- und Kindestötung und sogenannte Küchenunfälle soweit angestiegen, dass in einigen
  Landesteilen wie im Punjab das Verhältnis zwischen Frauen und Männern nur noch 776 zu 1000 beträgt. Der Landesdurchschnitt liegt bei 883 zu 1000.<br>
  <br>
  Armut<br>
  Migrantenarbeiterfamilien, die ihre Slums unmittelbar neben Palästen im Matsch und Dreck errichtet haben, bilden gemeinsam mit der armen Landbevölkerung das Heer der Verlierer in Indien. Laut
  „Human Development Report“ leben noch immer 330 Millionen der insgesamt 1,1 Milliarden Inder von weniger als einem US-Dollar pro Tag (Nach Angaben der Weltbank haben heute 44 Prozent der Einwohner
  Indiens weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung). Der Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung ist so ungleich zwischen den sozialen Schichten und den Geschlechtern verteilt, dass
  Indien weiterhin nur Platz 127 des Human Development Indexes einnimmt.<br>
  Während Indien also wirtschaftlich und politisch nach globaler Macht strebt, klafft die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander als je zuvor. Das Wachstum im Agrarsektor, von dem mehr als
  70 Prozent der indischen Bevölkerung lebt, betrug im Zeitraum 2004/2005 lediglich 2,1 Prozent, und die Prognosen für den Zeitraum 2005/2006 belaufen sich auf magere 2,3 Prozent. Auch wenn die
  Ernährungssituation seit den 1970er Jahren entscheidend verbessert werden konnte, ist noch immer mehr als ein Viertel der Bevölkerung zu arm, um sich eine ausreichende Ernährung leisten zu können.
  Unter- und Fehlernährung (z.&nbsp;B. Vitaminmangel) ist vornehmlich in ländlichen Gebieten ein weit verbreitetes Problem, wo der Anteil der Armen besonders hoch ist. 2007 waren 46 Prozent der
  Kinder in Indien mangelernährt. Nach Angaben von Unicef sterben in Indien jährlich 2,1 Millionen Kinder vor dem fünften Lebensjahr. Kinderarbeit wird hauptsächlich auf dem Land geleistet, da das
  Einkommen vieler Bauernfamilien nicht zum Überleben ausreicht. Hoch verschuldete Bauern müssen oft nicht nur ihr Ackerland verkaufen, sondern auch ihre Dienstleistungen an die Grundherren
  verpfänden. Dieses als Schuldknechtschaft bezeichnete Phänomen stellt bis heute eines der größten Hindernisse in der Armutsbekämpfung dar. 2006 haben schätzungsweise 17.000 Bauern wegen hoher
  Verschuldung Selbstmord begangen. Die schlechten Lebensbedingungen im ländlichen Raum veranlassen viele Menschen zur Abwanderung in die Städte (Landflucht). Dabei sind die wuchernden Metropolen des
  Landes kaum in der Lage, ausreichend Arbeitsplätze für die Zuwanderer zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis sind hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Fast ein Drittel der Einwohner der
  Millionenstädte lebt in Elendsvierteln. Dharavi in Mumbai ist mit mehr als einer Million Menschen der größte Slum Asiens.<br>
  <br>
  Die letzte, von der Kongresspartei geführte Regierung hatte einen Kurs des sozialen Ausgleichs versprochen: Armutsbekämpfung sollte gleichwertig mit wirtschaftlichem Wachstum vorangetrieben werden.
  Doch reichten offenbar in Anbetracht der notwendigen Investitionen in die marode und unzureichende Infrastruktur des Landes die vorhandenen staatlichen Mittel nicht gleichzeitig für eine
  ambitionierte Armutsbekämpfung. Vor allem auch deshalb nicht, weil zusätzlich enorme Gelder in die Modernisierung des Verteidigungssystems, vor allem des prestigeträchtigen Nuklearwaffenprogramms,
  fließen. Zudem versickern staatliche Hilfen weiterhin im korrupten Beamtenapparat des föderalistischen indischen Systems. Neue Jobs gibt es nur für Hochqualifizierte<br>
  <br>
  Ausblick<br>
  Im Vergleich mit dem großen Konkurrenten Volksrepublik China liegt Indien heute nicht nur in der Wachstumsdynamik und dem Bruttosozialprodukt pro Kopf, besonders aber bei der Armutsbekämpfung weit
  zurück und eine Änderung der katstrophalen Lage ist nicht in Sicht. Ökonomen allerdings schreiben Indien auf längere Sicht Vorteile im Wachstumswettlauf zu:<br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp; Träger des indischen Aufschwungs sind im Gegensatz zur staatlich gelenkten chinesischen Wirtschaft private Unternehmen. Denen traut man höhere Flexibilität zu
  als der von Funktionären gelenkten chinesischen Wirtschaft. Dazu trägt auch bei, dass Indien über einen funktionierenden Finanzmarkt mit soliden Banken verfügt; der Anteil sogenannter fauler
  Kredite ist im Gegensatz zu China gering.<br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das „Know-how“ ausländischer Unternehmen wird in Indien deutlich mehr respektiert als in China, wo ausländische Investoren fürchten müssen, dass neue
  Technologien rasch kopiert werden.<br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das indische Rechtssystem fußt auf dem britischen System und ist europäischen und amerikanischen Investoren vertrauter als das Rechtssystem Chinas.<br>
  &nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp; Viele Experten sind auch der Meinung, dass die indische Demokratie den wirtschaftlichen Aufschwung Indiens fördert. Mit Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung und
  einem funktionierenden Rechtssystem biete Indien mehr Stabilität und weniger Risiken als die Einparteiendiktatur China, das bei einer irgendwann fälligen politischen Öffnung in gefährliche
  Turbulenzen geraten könne. Dass Indien – trotz ungleicher Einkommensverteilung, hoher Arbeitslosigkeit und vieler ethnischer und religiöser Gegensätze – über eine bemerkenswerte soziale und
  politische Stabilität verfügt, ist einigen Experten zufolge der Integrationskraft der indischen Demokratie zu verdanken, kann aber auch an der Kastenstruktur des Landes liegen. Ein Nachteil Indiens
  ist die lange Dauer der politischen Entscheidungsprozesse, die der langen Dauer von Entscheidungsprozessen in einer Demokratie zugeschrieben werden, sicherlich ist auch relevant, dass indische
  Beamte noch korrupter sind als chinesische.<br>
  <br>
  <br>
  Quellen: FES, wikipeia, AA, eigene<br>
  <br>
  <br>]]></description>
        <pubDate>Fri, 08 May 2009 18:10:00 +0200</pubDate>        <guid isPermaLink="false">2c413ccba0a2eb0cf0b777b4a0de18fb</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-31176418-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[Weltsozialforum]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-27501405.html</link>        <description><![CDATA[In Belem, in Brasilien, ging das Weltsozialforum zu Ende. Über 130 000 Leute aus aller Welt haben teilgenommen. Ihre Forderungen teile ich.
  <p>
    Als 1. wird die momentane Finanz- und Wirtschaftskrise als Folge des Kapitalismus gewertet. Dringend zu ergreifende Massnahmen sind u.a.: Kontrolle der Finanzmärkte, Gründung regionaler
    Stabilitätsfonds und eines neuen Währungssystems ohne den US-Dollar als Leitwährung sowie die Schließung von Steueroasen. Um die Spekulation auszuschließen, sollten Lebensmittel und Rohstoffe
    nicht mehr an Börsen gehandelt werden. Weltbank und IWF sollten abgeschafft werden (sic!).<br>
    Wilfried Steen vom Evangelischen Entwicklungsdienst nannte es inakzeptabel, dass Entwicklungsländern durch Steuer- und Kapitalflucht 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr entgingen und sie im
    Gegenzug nur 100 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe erhielten. Außerdem würden derzeit Billionen Dollar zur Stabilisierung des internationalen Finanzsystems eingesetzt.<br>
    <b>"Mit diesem Geld wäre es möglich, allen Menschen dieser Erde Zugang zu sauberem Wasser und Grundnahrungsmitteln zu verschaffen, alle Aidskranken angemessen zu versorgen, Grundbildung für alle
    Menschen zu ermöglichen und eine einschneidende Klimaerwärmung zu verhindern, die in Kürze Ernten in Afrika halbieren wird", sagte Steen.</b> (Quelle TAZ 3.2.2009).
  </p>
  <p>
    Mir stockt der Atem, wenn ich diese Zahlen lese. Von wegen wir sind es, die Entwicklungshilfe leisten! 1 Dollar hin, 9 Dollar zurück. Das ist eine Rendite, wie sie Ackermann erträumt.<br>
    Billionen Dollar in die Entwicklungsländer zu pumpen, macht Sinn. Das ergäbe einen unglaublichen Nachfrageschub.
  </p>
  <p>
    <br>
  </p>]]></description>
        <pubDate>Tue, 03 Feb 2009 14:13:00 +0100</pubDate>        <guid isPermaLink="false">31b3204d704c62ab2214f5dab7434395</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-27501405-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[Hunger III]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-27270364.html</link>        <description><![CDATA[Die Konferenz zur Nahrungsmittelsicherheit 2009, gerade beendet, ging aus wie das Hornberger Schießen. Alle sagen, sie seine fleissig engagiert im Kampf gegen den Hunger, reden aber nicht davon,
  dass 2008 zwar 12 Mrd. Dollar auf der Welternährungskonferenz zugesagt wurden, davon einzig 25% bisher zu Verfügung gestellt wurde. Und verabschiedet haben sie keine bindenden Beschlüsse, einzig
  eine unkonkrete Erklärung:&nbsp; "Die Teilnehmer verpflichteten sich zu erreichen, dass die Nahrungsmittelsicherheit für alle eine Realität wird".<br>
  <br>
  Derzeit leiden knapp eine Milliarde Menschen unter Nahrungsmittelmangel. Damit ist die Weltgemeinschaft weit davon entfernt, das von der UNO gesteckte Millenniumsziel, Hunger und Armut zu
  beseitigen, zu erfüllen. Heute ist die Situation gravierender als beim ersten Gipfel zur Welternährung 1996. Die meisten der Betroffenen können sich die Lebensmittel einfach nicht leisten.<br>
  <br>
  Die hohen Preise im vergangenen Jahr haben mehrere Gründe. Zum einen steigt der Bedarf an Fleisch und Milchprodukten in den Schwellenländern, wie in China und Indien; Getreide wird so zum
  Futtermittel und die Anbauflächen verdrängen die nationale Lebensmittelproduktion. Zum anderen kaufen oder mieten die reichen Nationen sowie die arabischen Ölstaaten riesige Flächen, um Pflanzen
  für die Gewinnung von Biodiesel und Bioethanol anzubauen. All diese Großinvestitionen verdrängen Kleinbauern. Die aber sind die Einzigen, die langfristig die Ernährung in den Entwicklungsländern
  sicher stellen können.<br>
  <br>
  In den Steuerungsgremien zur Bekämpfung des Hungers sind die Entwicklungsländer nicht demokratisch beteiligt, wohl aber Vertreter des Agrobusiness. Was die wollen, wissen wir ja. <a href=
  "http://andere-welten.over-blog.de/article-27054148.html"></a><br>
  <br>
  Hier sind noch andere Informationen über das, was die wollen: <a href="http://andere-welten.over-blog.de/article-27054148.html">Hunger II</a><br>
  <a href="http://andere-welten.over-blog.de/article-26735176.html">Landwirtschaft und Unterentwicklung: Hunger I</a>]]></description>
        <pubDate>Thu, 29 Jan 2009 09:11:00 +0100</pubDate>        <guid isPermaLink="false">0071bc051ef821692cce6c38f33de85a</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-27270364-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
      <item>
        <title><![CDATA[Hunger II]]></title>
        <link>http://www.andere-welten.net/article-27054148.html</link>        <description><![CDATA[Fast 1 Milliarde Menschen auf der Erde hungern. Die Zahl steigt weiter. Jeder 7 Bewohner unseres Planeten hat nicht genug zu essen. Fast 9 Millionen Menschen sterben jährlich an Hunger, vor allem
  Kinder in Asien, Afrika und Lateinamerika. Den Kampf gegen Hunger hat die Deutsche Agrarministerin Ilse Eigner auf der Grünen Woche in Berlin in den Mittelpunkt gerückt. Sie nannte es "eine der
  größten Aufgaben der Menschheit". Das ist eine positive Aussage, die wollen wir stützen. Was wir nicht unterstützen, ist das "wie". Was ist zu tun? Frau Eigner sagt, sie hat die Lösung. Die
  Bundesregierung muss die Agrarwirtschaft und Chemielobby fördern. Denn die wollen wachsen und Überschuss produzieren, überall. Der Weltagrarbericht von 40 Wissenschaftlern ist im Auftrag der Unesoc
  und der Weltbank im letzten Jahr erstellt worden. Eindrucksvoll wird klar gestellt, dass es so wie bisher nicht weiter gehen kann. Vor allem kann und darf nach diesem Bericht der von Eigner
  vorgeschlagene Weg NICHT weiter geführt werden (es ist keine neue Idee und Praxis). Richtig dagegen sei es, dass Produktion und Lebensmittel dort vorhanden sind, wo sie gebraucht werden. Besonders
  regionale und kleinbäuerliche Strukturen sind zu fördern. Denn ihnen droht der Abstieg. Das Gesetz von Agrarwirtschaft und Industriekonglomeraten ist: wachsen oder weichen. Auch und gerade in den
  Ländern der 3. Welt. Im Welthandel mit abschöpfbaren Subventionen und eigenen Regel bestimmen die Großen das Spiel. Sie wachsen und wuchern. Agrarfabriken, Chemiekonzerne, Düngerhersteller,
  Gentechnikfirmen, Fleisch- und Molkereikonzerne sind längst auch nach Afrika, Lateinamerika und Asien expandiert. Und wo sie auftauchen, drücken sie die kleinen regionalen Anbieter an die Wand. Es
  ist kein Raum in der Hütte.<br>
  <br>
  <a href="http://andere-welten.over-blog.de/article-26735176.html">Hunger I</a> ist hier zu finden]]></description>
        <pubDate>Thu, 22 Jan 2009 15:06:00 +0100</pubDate>        <guid isPermaLink="false">5ade3b338849fca21f49ea8cc16479b7</guid>
                <category>Andere Welten, andere Probleme</category>        <comments>http://www.andere-welten.net/article-27054148-6.html#anchorComment</comments>                    </item>
  
 </channel>

</rss>
